Der kleine Pinguin Pauli und die warme Kuschelgruppe
Ganz unten am Ende der Welt, wo der Schnee weit und weiß bis zum Horizont reichte und der Himmel rosa und golden leuchtete, lebte ein kleiner Pinguin namens Pauli.
An diesem Abend war der Wind kalt – sehr, sehr kalt. Er pfiff über das Eis und zauste Paulis weiches graues Federkleid, und Pauli erschauerte ein wenig. „Brrr“, sagte er. „Wie soll ich hier draußen auf dem Eis nur warm genug werden zum Schlafen?“
„Komm her, mein Kleiner“, rief seine Mama. „Komm und sieh, wie Pinguine sich warm halten.“
Und überall um Pauli herum geschah etwas Wunderbares. Einer nach dem anderen watschelten alle Pinguine der Gruppe dicht zusammen – immer näher und näher – bis sie eine große, runde Kuschelgruppe bildeten: eine warme Menge aus weichen, gefiederten Körpern, sanft Seite an Seite gedrängt.
Pauli watschelte in die Mitte, und – oh! Hier konnte der Wind ihn nicht erreichen. Rundherum waren seine Familie und seine Freunde, warm und nah und weich. Seine Mama zog ihn an ihren kuscheligen Bauch, unter die warme Falte ihrer Federn, wo es gemütlich war wie unter einer Decke.
„Wenn es kalt ist“, sagte seine Mama leise, „dann halten wir einander warm. Kein Pinguin friert jemals allein. Wir teilen unsere Wärme, alle zusammen, die ganze Nacht lang.“
Pauli schaute sich in der Kuschelgruppe um. Die großen Pinguine standen außen und hielten den Wind ab. Die kleinen Pinguine nestelten sich in die Mitte, warm und geborgen. Und ganz langsam, ganz sanft, rückten alle nach und tauschten die Plätze, sodass jeder einmal in die gemütliche Mitte durfte und niemand draußen in der Kälte blieb.
Bald war Pauli so warm und so kuschelig und so umgeben von allen, die er liebte, dass seine kleinen Augen zufielen. Der Wind pfiff noch immer weit weg, draußen jenseits der Gruppe – aber hier, tief in der Mitte seiner warmen, sanften Familie, war Pauli so behaglich, wie man nur sein kann.
„Gute Nacht, kleiner Pauli“, flüsterte seine Mama und zog ihn noch enger unter ihre weichen, warmen Federn.
Und der kleine Pinguin, warm und geborgen im Herzen der Kuschelgruppe, schloss die Augen und glitt sanft hinüber in den Schlaf – während die ganze Pinguingruppe Wache hielt und sich warm hielt, gemeinsam, unter dem weiten Sternenhimmel des Südens.