My Lullaby

Gute-Nacht-Geschichten für 4-Jährige

Gute-Nacht-Geschichten für Vierjährige dürfen etwas länger sein, aber immer noch ruhig und sanft — genau richtig, wenn der Tag ausklingt. Hier ist eine für heute Abend.

My Lullaby schreibt jeden Abend eine neue, altersgerechte Geschichte mit Ihrem Kind als Held und schickt sie ins Postfach.

Der schläfrige kleine Fuchs

Ein kleiner Fuchs spielte den ganzen Nachmittag im Wald.

Er folgte einem Schmetterling. Er planschte in einem kleinen Bach. Er rollte einen weichen, moosigen Hügel hinab.

Als der erste Stern erschien, gähnte der kleine Fuchs ein großes Gähnen.

Er trottete nach Hause, in seinen gemütlichen Bau unter der alten Eiche.

Mama Fuchs legte ihren warmen Schwanz um ihn wie eine weiche Decke.

"Schließ die Augen, Kleiner," sagte sie leise. "Der Wald schläft jetzt."

Der kleine Fuchs lauschte der Stille — dem Rascheln der Blätter, dem Lied einer kleinen Grille.

Einatmen. Ausatmen.

Und der kleine Fuchs schlief ein, warm und geborgen, bis zum Morgen.

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Der Otter und der stille Fluss

Als die Sonne unterging, hatte der Fluss die Farbe von Milch und Silber.

Ein kleiner Otter trieb auf dem Rücken, mitten darin. Den ganzen Tag war er geschwommen — unter der Brücke hindurch, am Schilf vorbei, bis zum großen grauen Stein und wieder zurück.

Jetzt trug ihn das Wasser ganz langsam, und er paddelte überhaupt nicht mehr.

Über ihm wurde der Himmel dunkelblau. Ein Vogel flog einmal darüber und war fort.

„Zeit, hereinzukommen", rief seine Mutter vom Ufer.

Der kleine Otter schwamm zum Bau, wo das Moos dick und trocken war. Er schüttelte sich das Wasser aus dem Fell. Er gähnte ein riesiges Gähnen.

Dann rollte er sich neben seiner Mutter zusammen und hörte dem Fluss zu, wie er weiterfloss und weiterfloss, auch ohne ihn.

Und das war das Letzte, was er hörte.

Das Eichhörnchen, das Sterne zählte

Ein junges Eichhörnchen konnte nicht einschlafen. Also kletterte es ganz nach oben in die Kiefer, um die Sterne zu zählen.

„Eins", sagte es. „Zwei. Drei."

Bei sieben wurde es langsamer. Bei zwölf hatte es sich verzählt und musste von vorne anfangen.

Der Ast wiegte sich sanft unter ihm. Die Kiefernnadeln rochen warm, so wie sie am Ende eines langen Tages riechen.

„Neunzehn", sagte das Eichhörnchen. „Zwanzig. Zwan…"

Die Zahl war weg.

Unter ihm lag der Wald dunkel und sicher. Sein Nest war voller Moos, und seine Brüder schliefen längst darin.

Also kletterte das Eichhörnchen hinunter, Pfote für Pfote, und quetschte sich zu ihnen.

Es wollte weiterzählen. Es kam bis eins.

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