My Lullaby

Eine Delfin-Gute-Nacht-Geschichte für Kinder

Eine sanfte Gute-Nacht-Geschichte zum Herunterkommen für ein verspieltes Kind – die kleine Delfinin Nele lernt, mit dem Springen aufzuhören, sich treiben zu lassen und sich vom Meer sanft in den Schlaf wiegen zu lassen.

My Lullaby schreibt jede Nacht eine neue Geschichte, in der dein eigenes Kind die Hauptrolle spielt.

Die kleine Delfinin Nele, die lernte, sich treiben zu lassen und zu ruhen

Im warmen blauen Meer, wo die Wellen sanft rollten und das Sonnenlicht bis hinunter ins Wasser tanzte, lebte eine kleine Delfinin namens Nele – und Nele war die verspielteste Delfinin der ganzen Schule.

Den ganzen Tag lang spielte Nele. Sie sprang aus den Wellen hoch hinauf und platschte wieder herunter, wieder und wieder. Sie machte Wettschwimmen mit den glitzernden Fischen, drehte sich im funkelnden Wasser und ritt auf den großen rollenden Wellen bis ganz zum Ufer hin. „Schneller! Höher! Noch mal!“, quiekte sie und schlängelte und tauchte durch den strahlend blauen Tag.

Doch als die Sonne tief sank und das Meer ganz golden und rosa färbte und das Wasser ruhig und kühl wurde, schwamm Neles Mutter heran. „Komm, meine Kleine“, sagte sie sanft. „Das Meer wird schläfrig. Es ist Zeit zum Ausruhen.“

„Aber wie schlafen Delfine denn?“, fragte Nele und zappelte noch mit dem letzten bisschen Spiellust. „Wir können uns doch nicht in ein Bett legen. Wir sind mitten im Meer!“

„Wir brauchen kein Bett“, sagte ihre Mutter und lächelte. „Das ganze Meer ist unser Bett. Schau. Du lässt dich einfach treiben … und lässt dich von den Wellen wiegen.“

Also hörte Nele auf zu springen und sich zu drehen und ließ sich ganz still werden. Sie trieb hinauf an die Oberfläche des ruhigen, stillen Meeres, wo der runde Mond herabschien, sanft und silbern, auf das sanfte Wasser. Und dort ruhte sie, dicht unter der Oberfläche, tauchte ab und zu für einen langsamen Atemzug auf und wurde ganz zart von den schläfrigen Wellen gewiegt.

Rund um sie herum trieb auch der Rest der Schule, ruhig und dicht beisammen – ein Kreis stiller Delfine, die zusammen unter den Sternen dahinschaukelten. Sicher in ihrer Mitte spürte Nele, wie das Meer sie sanft emporhob und sanft wieder sinken ließ. Hinauf … und hinunter. Hinauf … und hinunter. Langsam wie ein Schlaflied.

Und die kleine Delfinin, gewiegt vom ganzen warmen Meer und geborgen bei ihrer schlafenden Schule, schloss die Augen und glitt sanft und glücklich in den Schlaf.

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